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Gomera – Mountainbike – Tour

Sigrid & Peter
5.-12.April 2002


Die Tour

Sigrid und ich waren mit dem Mountainbike 1 Woche in Gomera unterwegs. Viel Sonne, Meer, Berge und auch mancher Regenguss.


Die Straßen:

Die Route war teils auf Asphalt, teils auf Pisten. Das Problem auf Gomera sind die Höhen. In einem Reiseführer ist beschrieben, dass man sich Gomera vorstellen muss wie ein zerknülltes Blatt Papier, das man mit der Handfläche auf eine Tischplatte drückt. Hoch, steil und extrem zerklüftet. Die Insel ist etwa 25 km lang und auch so breit. Der höchste Berg ist ca 1450 Meter hoch. Die Küsten sind fast ausschließlich Steilküsten. Die etwa 10 größeren Orte liegen unten am Meer an den wenigen Stellen, wo keine Steilküste ist. Die Orte sind durch Straßen verbunden. Das Problem dabei ist, dass diese Straßen grundsätzlich (wegen der Steilküsten) oben drüber gehen. Wenn man zum Beispiel von San Sebastian nach Valle Gran Rey will, bedeutet das 1.350 Höhenmeter hinauf und dann ebenso viele Höhenmeter wieder hinunter. Wer das nicht will, soll besser in Holland mountainbiken. Die Straßen sind in bestem Zustand (zumindest jene, die wir gesehen haben). Die Anlage der Straßen ist teils sehr ausgesetzt. Jede Tour ist landschaftlich ein Erlebnis. Wir waren mit den Mountainbikes unterwegs. Ein Tourenrad hätte auch genügt. Nur auf der weiter unten beschriebenen Tagestour durch den Nationalpark ist ein Mountainbike Voraussetzung. Insgesamt war unsere Fahrleistung eher mager (190 km). Man schafft in einer Woche natürlich auch mehr, aber wir wollten es eher gemütlich angehen. Windprobleme hatten wir nicht. Der Verkehr war kein Problem. In der Nähe von San Sebastian merkt man genau, wann die Fähre kommt. Dann gibt es für 30 Minuten Verkehr, Davon abgesehen sind die Straßen zumindest in der Vorsaison wenig befahren.


Landkarten:

Eine gute Karte ist die Kompass Karte Nr. 231 im Maßstab 1:30.000. Sie ist aufgrund des Maßstabes allerdings etwas unübersichtlich. Auf der Insel gibt es für wenig Geld genaue Karten, die etwas übersichtlicher sind. Als Radführer gibt es – soweit für uns ersichtlich – nur jenen von Eberhard Schmitt-Burk „Teneriffa und Gomera per Rad“, Cyklos-Verlag.


Flugzeug und Fahrrad:

Wir haben das Fahrrad in Schachteln verpackt. Das ist leichter, als man sich's vorstellt. Schachteln bekommt man im nächsten Fahrradgeschäft. Lenker runter, Pedale runter (das muss man sich zeigen lassen), Vorderrad und – wenn nötig – Hinterrad runter. Sattel runter. Bissi polstern. Gut zukleben (braunes Klebeband). Adresse draufschreiben. Klebeband und Pedalschlüssel mitnehmen nicht vergessen. Ein netter Fahrradhändler, z.B. Hans Riedl von der Fa. Mountainbiker in Klagenfurt ist gerne behilflich und borgt auch einen Pedalschlüssel. Achtung: alle Teile in die Schachtel einpacken.. Beim Rückflug waren die Schachteln, die wir einfach am Flughafen liegen gelassen haben, nicht mehr da. Beim Rückflug kann man riskieren, das Fahrrad ohne Schachtel aufzugeben. Wenn was kaputt geht, ist es nicht so schlimm. Pedale runter, Luft raus und Lenker quer. Das Risiko ist natürlich kleiner, wenn man einen Direktflug wählt, weil das Rad dann am Umsteigeflughafen nicht umgeladen werden braucht. Man hört allgemein, dass man die Luft beim Transport auslassen soll. Ich tu das nicht (mehr). Es ist noch nie was passiert.


Anfahrt:

Wir sind ab Graz geflogen. Das Auto kann man in der Nähe des Flughafens beim Bahnhof abstellen und spart sich die Parkgebühr. Wir sind mit einem engen AUA-Flieger geflogen und haben im April 2002 für den Flug 200 Euro exklusive Gebühren bezahlt. Gebucht haben wir über die Restplatzbörse (www.restplatzboerse.at). Der Fahrradtransport war gratis, weil wir samt Rädern im Rahmen der 20 kg Freigepäck uns bewegten. In Graz mussten wir allerdings diskutieren. Die Argumente „wir haben weniger als 20 kg“ und „das Fahrrad ist sonst auch immer gratis“ helfen meist. Das Fahrrad ist aber bei der Buchung bekanntzugeben, damit der Frachtraum reserviert ist.


1.Tag: Ankunft

Theoretisch kann man nach Gomera auch fliegen. Es gibt in Playa de Santiago einen kleinen Flughafen, der aber angeblich nur von Teneriffa Nord angeflogen wird. Normalerweise fliegt man von Österreich nach Teneriffa Süd. Von dort sind es 17 km nach Los Christianos. Von dort geht die Fähre nach San Sebastian de la Gomera. Vom Flughafen nach Los Christianos kann man mit dem Rad fahren. Öde Route. Sie verläuft nördlich der Autobahn. Dass man auf der Autobahn fahren muss, wie Eberhard Schmitt-Burk in seinem Buch beschreibt, stimmt nicht mehr. Man kann mit dem Taxi fahren. Wir wären mit dem Taxi gefahren, wenn wir gewusst hätten, dass wir die Fähre um 10 Minuten verpassen werden. Wir sind mit dem Bus gefahren. Nummer 487. Fährt etwa alle Stunden. Hat Platz für 2 bis 3 Fahrräder, aber nur, wenn der Frachtraum noch nicht voll ist. Los Christianos. Wir hatten 4 Stunden Aufenthalt. Eindruck: zum Vergessen Fähren: Es gibt 2 Transportgesellschaften. Fred Olsen fährt mit beeindruckenden Tragflügelbooten. Ist etwas teurer als Transmediterranea. Außerdem kosten die Fahrräder, die bei Transmediterranea gratis sind, bei Fred Olsen extra. Internet: www.transmediterranea.es und www.fredolsen.es Recht spät sind wir in San Sebastian angekommen. Die Quartiersuche war nur von kurz. Pension Gomera. Billig (25 Euro für 2 Personen), sehr schäbig, keine Fenster, WC und Bad am Gang. Aber ein Wahnsinns-Innenhof. Wir haben unter gigantischen Weihssternen und Palmen gefrühstückt und über die Gefahr von fallenden Kokosnüssen diskutiert.


2.Tag: Bergos muchos steilos

Wie bereits erwähnt: 1350 Höhenmeter hinauf und dann ebenso weit wieder hinunter. Der Fernsehturm: zuerst weit oben im Nebel, dann weit unten im Nebel. Bei Sigrid hat sich das kleine Kettenblatt verabschiedet. Am Abend sind wir in Valle Gran Rey angekommen. Von den 3 größeren Orten im Tal ist Calera der interessanteste. Wir hatten ein kitschig schönes Appartement, d.h, das Appartement selber war eher schäbig, die Terrasse aber war ein Traum. Apartementos Rivas, Electra Barroso Chinea, Telefon 922 805 068. Wir haben für die Wohnung 33 Euro pro Tag bezahlt. Es gibt aber auch noch viele andere schöne Quartiere in Calera. Gefallen hätte uns zum Beispiel das Hotel Concha (Telefon 922 80 60 63, Fax 922 80 60 64, Preis für 2 Personen: 42 Euro) Beide Quartiere haben kein E-Mail.


3.Tag: Valle Gran Rey

Heute haben wir Valle Gran Rey erforscht. Am Vormittag ging’s runter nach La Playa Calera. Marias Bar und dann: ein traumhaft schöner schwarzer Sandstrand mit Felsen ringsum und beeindruckender Brandung. Playa del Ingles. Unbedingt hingehen. Dann sind wir dem Wasser entlang Richtung Vueltas marschiert. Vorbei an einigen Hotelburgen, die jedoch nicht unhübsch waren. In Vueltas befindet sich der Hafen. In der malerischen Hafenkneipe gibt es Tacos (Snacks) und Bier. Die Linienschiffe, die es angeblich mehrmals täglich nach San Sebastian gibt (auch im Buch von Eberhard Schmitt-Burk erwähnt) konnten wir nicht finden. Ich glaube nicht, dass es diese Schiffe tatsächlich gibt. Am Abend dann noch mit dem Bike 400 Höhenmeter das Tal hinauf und wieder hinunter.


4.Tag: Nationalpark:

In Puntilla, das ist der Ort zwischen Vueltas und La Playa Calera, befindet sich ein Bike-Shop. Dort wurde Sigrids Rad repariert. Der Laden wird von einem Bundesdeutschen Bruder geführt. Angeboten werden neben Mieträdern auch geführte Touren. Ich habe mir das Programm angeschaut. Sehr ansprechend und auf Routen, die man alleine nicht finden würde. Auch Shuttle-Transfer auf die Höhe wird dort angeboten. Ich wollte einen Reserveschlauch kaufen. Der Besitzer erzählte mir, dass er schon seit Wochen keine Schläuche und Felgen hat. Lieferprobleme. Daher: unbedingt Ersatzteile von zu Hause mitnehmen! Wir wollten mit dem Bus hinauf nach Arures, damit wir uns die Höhenmeter sparen würde. Eine halbe Stunde haben wir gewartet. Dann ist der Bus gekommen. Voll. Er ist nicht einmal stehen geblieben. Ich glaube auch nicht, dass er Fahrräder mitgenommen hätte. Wir sind dann mit dem Taxi nach Arures (15 Euro). Oben haben wir eine schöne Tour durch den Nationalpark gemacht. Zuerst weiter die Hauptstraße hinauf, beim Stausee rechts. Bei der ersten Kreuzung nicht den schönen Weg links hinauf, sondern den schlechteren rechts leicht hinauf. Bei der Gabelung später dann links halten (Rechts hört nach einigen Metern die Piste auf und ein Wanderweg fängt an). Der Weg verkommt dann ein kurzes Stück zu einem Wanderweg. Bei der Kreuzung, wo es mehrere Möglichkeiten gibt, in spitzem Winkel rechts hinauf. Dann geht es wie von selbst nach Las Hayas. Von Las Hayas Die Asphaltstraße hinauf Richtung Laguna Grande. Bald nach der Abzweigung nach Laguna Grande führt rechts die Piste nach El Cercado. Man kann sich kaum verfahren. Von El Cercado sind wir dann wieder auf Asphalt nach Arures und dann in rauschender Fahrt nach Calera.


5.Tag: Valle Gran Rey – Vallehermoso - Heremigua:

Eigentlich wollten wir nach Alojera und von dort die Piste Richtung Aguamul. Es hat aber am Vormittag schon geregnet und deshalb haben wir uns entschlossen mit dem Taxi nach Chorres de Epinia hinauszufahren (22 EUR) und von dort nach Vallehermoso hinunterzurollen. Das Vallehermosotal war wirklich schön. Der Strand und der Ort Vallehermoso waren aber nicht sehr einladend und so haben wir uns entschlossen, nach Hermigua weiterzuradeln. Es ist auch mittlerweile die Sonne herausgekommen. Die Straße nach Hermigua, die auf der Landkarte aussieht wie eine ebene Küstenstraße, erreicht nach Tarmagada eine Seehöhe von 600 Metern, also auch genug, um beim Abendessen kein schlechtes Gewissen zu haben. Agulo sieht von oben sehr einladend aus. Wenn man aber hinunter in den Ort fährt, fühlt man sich wie in Minas Morgul. Also nix wie weiter. Auch der Strand von Hermigua hat in der Gewitterstimmung den Eindruck vermittelt, als ob die Nazgul gleich kommen würden. Daher: rauf nach Hermigua. Der hübsch im Tal gelegene Ort ist sehr langgestreckt. Wir haben ein brauchbares Quartier gesucht und nach einiger Zeit der Suche haben wir oben am Berg das Hotel Ibo Alfaro entdeckt. Sehr einladender Anblick. Also 100 Höhenmeter hinauf und angeklopft. Zum Glück hat uns die Wirtin noch hinauf schieben gesehen und ist extra wegen uns umgekehrt. Sonst ist nämlich um 18 Uhr zugesperrt. Wir haben das letzte freie Zimmer bekommen: die Suite. Normale Zimmer kosten 67 Euro für 2 Personen mit Buffetfrühstück, die Suite etwas mehr (trotzdem zu empfehlen). Das Ibo Alfaro wird von einer deutschen Dame geführt und deutsche Gründlichkeit durchzieht das luftig und schön gebaute Haus. Wir haben 2 Nächte dort geschlafen und sind uns vorgekommen wie in einem Märchen. Das Ibo Alfaro findet man auch in den Katalogen der Reiseveranstalter. Wir würden wieder dort wohnen (ecoturismocanarias.com/iboalfaro, Mail: iboalfaro@eresmas.com) Am Abend haben wir recht gut im „Restaurant zur Deutschen Art“ (ich habe den richtigen Namen vergessen – Es ist, wenn man vom Strand heraufkommt, etwa 300 m vor der Kirche links). Oberhalb vom Restaurant ist das „Cafe zur Deutschen Art“. Dort haben wir noch was getrunken. Gemütliche Bude.


6.Tag: Hermigua:

Heute haben wir uns einen ruhigen Tag gemacht und sind zum Strand hinuntergefahren. Baden war wegen der hohen Wellen leider nicht möglich. Am Strand haben wir gesehen, dass es dort auch noch einige schöne Quartiere und Lokale gibt. Im Haus der Piloto-Bar, wo wir am Abend auch gegessen haben, haben wir ein wunderschönes Studio (Einraum-Appartement) gesehen, das aus einer Designerzeitung entstammen könnte. Total spartanisch, großes Panoramafenster, sehr einladend und außerdem billig: 22 Euro pro Nacht. www.galeon.com/pilototours . Im daneben liegenden Restaurant Piloto haben wir dann am Abend einen prächtigen Fisch verspeist, der vom Preis her wohl 2 kg, von der Größe her aber nur 1 kg gehabt haben muss.


7.Tag: Durch die Berge nach San Sebastian

Zum Abschluss eine Traumtour. Über die Piste nach San Sebastian. Der Weg ist ganz einfach zu finden. Zuerst den Wegweisern nach Richtung Playa de la Caleta und dann immer der Wasser-Pipeline nach, die oberirdisch neben dem Weg angelegt ist. Vermutlich wurde der Weg als Begleitweg für die Wasser-Pipeline gebaut. Nach der Abzweigung nach Taguluche geht es knackig auf 800 m hoch und dann folgt eine der schönsten Touren auf Gomera. Schön angelegter Weg, immer die Gräben ausfahrend, zwischendurch wohl leicht bergan, tendenziell aber leicht bergab durch total einsame Gegend. Herauskommen tut man nach endlosen Kilometern auf der TF 711 (nördliche Asphaltstraße nach San Sebastian). Die Tour ist, wenn man erst einmal oben ist, durchgehend befahrbar (wenn man keinen Gatsch hat). Auch mit dem Tourenrad machbar. Wasser und Essen mitnehmen. Es gibt nichts. Die Baustellen, von denen ich in einem anderen Bericht gelesen habe, sind Geschichte.


8.Tag: San Sebastian

Diesmal haben wir uns ein recht schönes Hotel vergönnt. Das Hotel Torre del Conde in San Sebastian kostete EUR 51,- für 2 Personen samt Frühstück. Es ist besser und billiger als der 2-Sterne-Schuppen gleich nebenan, wo wir auch uns nach dem Preis erkundigt haben. Am Vormittag ging es mit dem Schiff wieder nach Los Christianos. Wo vom Hafen der Bus Richtung Flugplatz fährt, haben wir nicht herausgekommen. Der Busbahnhof ist (vom Hafen aus gesehen) rechts hinter dem Zentrum. Man fährt vom Hafen hinauf, hält sich links und fährt einen großen Bogen links um das Zentrum herum (vom Autobahnzubringer rechts auf die Nebenfahrbahn abbiegen). Ca. 3 Kilometer vom Hafen. Wenn man sich auskennt, gibt es sicher einen kürzeren Weg.
Flughafen. Teneriffa – Graz mit einem engen AUA-Charterflieger. Ankunft in Graz: 22.30. Müde und zufrieden.


Epilog:

Wir freuen uns, wenn die eine oder andere Information für Euch brauchbar ist. Von Honorarüberweisungen (Danke, Danke) bitten wir Abstand zu nehmen. Es würde uns aber freuen, wenn Ihr als Gegenleistung für die Informationen uns einen Besuch auf der Homepage www.bausparen.org abstattet. Dort steht, wie man für den Abschluss eines Bausparvertrages in Österreich im Internet eine wertvolle Startprämie bekommt.


Peter Gauglhofer & Sigrid Bernhard
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Die Domain
www.bikearena.at
ist verkäuflich!