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Irland – Mountainbike – Tour

Sigrid & Peter
12.-26.Mai 2001

Die Tour

Sigrid und ich waren mit dem Mountainbike 2 Wochen in Irland unterwegs. Viel Sonne, Meer, Schafe und Guiness. Gestartet sind wir in Tralee. Von dort ging es rund um die Dingle-Halbinsel. Kerry durchquerten wir nur. Von Kenmare aus ging es auf die Baera-Halbinsel. Zum Schluss nahmen wir noch Sheeps Head. Nach Tralee kamen wir von Dublin mit dem Bus. Von Bantry ging es am Ende wieder mit dem Bus nach Dublin Die Tour war optimal gewählt und getimt (ich würde es wieder so machen). Wir hatten traumhaftes Wetter. Allerdings war die Anreise über Dublin etwas mühsam (dafür haben wir Dublin gesehen). Ich würde das nächste mal allerdings bis Shannon oder Cork fliegen (Ryanair hat sagenhaft günstige Preise – siehe www.ryanair.com )


Die Straßen:

Die Route war ausschließlich auf Asphalt. Der Asphalt ist teilweise sehr schlecht und wir waren über unsere Mountainbikes recht froh. Natürlich genügt auch ein Tourenrad mit entsprechender Bereifung. Insgesamt war unsere Fahrleistung zufriedenstellend (600 km). Man schafft in 2 Wochen natürlich auch mehr, aber man will ja nicht übertreiben. Als bremsend hat sich der meist sehr raue Asphalt herausgestellt. Windprobleme hatten wir nicht. Der Verkehr war kein Problem. Die Straßen sind eng und zumindest in der Vorsaison wenig befahren. Auffallend war, dass die Autofahrer sich wirklich rücksichtsvoll verhalten, sehr vorsichtig überholen und meist aus dem Auto heraus mit der Hand grüßen. Übrigens: in Irland fährt man LINKS (Viel Vergnügen beim ersten Kreisverkehr) Landkarten: Für Radfahrer gibt es nur eine, nämlich die 1:50.000 Wanderkarte der „Discovery Series“, die man in Irland sehr leicht erhält (an die 7 Euro pro Karte). Für Dingle braucht man die Nummern 70 und 71, für Kerry die Nummern 83 und 78, für Baera die Nr.84 und evenuell die Nummer 85. Für Sheeps Head braucht man eigentlich keine Karte. Wer unbedingt eine will, nimmt die Nummer 88. Als Minimalausstattung wären für unsere Tour die Karten 70, 78 und 84 zu nehmen. Ohne die Karten ist die Orientierung manchmal schwierig, weil in allen Strassenkarten, die wir gesehen haben, die kleinen Strassen nicht eingezeichnet sind.


Sprache:

Englisch und nur Englisch. Den Leuten ist es nicht bewusst, das es andere gibt, die nicht so gut englisch können. Es fällt niemandem ein, dass er wegen uns Touristen langsam und deutlich sprechen könnte.


Flugzeug und Fahrrad:

Wir haben das Fahrrad in Schachteln verpackt. Das ist leichter, wie man es sich vorstellt. Schachteln bekommt man im nächsten Fahrradgeschäft. Lenker runter, Pedale runter (das muss man sich zeigen lassen), Vorderrad und – wenn nötig – Hinterrad runter. Luft auslassen. Sattel runter. Bissi polstern. Gut zukleben (braunes Klebeband). Adresse draufschreiben. Klebeband und Pedalschlüssel mitnehmen nicht vergessen. Ein netter Fahrradhändler, z.B. Hans Riedl von der Fa. Mountainbiker in Klagenfurt ist gerne behilflich und borgt auch einen Pedalschlüssel. Achtung: alle Teile in die Schachtel einpacken. Bei mir ist während der Reise ein Pedal kaputt geworden. Der junge Mann, der das neue Pedal hinaufschraubte, wollte mit Gewalt mit einer Zange das neue Pedal hinaufschrauben, weil es nicht gleich ging. Hätte ich nicht gewusst, dass es linke und rechte Pedale gibt, hätte mir der Junge Mann die Kurbel ruiniert und die Tour wäre vorzeitig zuende gewesen. Also nochmals: zeigen lassen und zu Hause ausprobieren. Beim Rückflug waren die Schachteln, die wir einfach im Parkhaus liegen gelassen haben, nicht mehr da. Beim Rückflug kann man riskieren, das Fahrrad ohne Schachtel aufzugeben. Wenn was kaputt geht, ist es nicht so schlimm. Pedale runter, Luft raus und Lenker quer. Man bekommt am Flughafen in Dublin gratis große Plastiksäcke, in die man die Räder hineinschiebt


Anfahrt:

Wir sind ab Graz geflogen. Das Auto kann man in der Nähe des Flughafens beim Bahnhof abstellen und spart sich die Parkgebühr. Wir sind mit Lufthansa geflogen und haben im Mai 2001 für den Flug S 3.050,- (275 Euro) exklusive Gebühren bezahlt. Der Fahrradtransport war gratis, weil wir samt Rädern im Rahmen der 20 kg Freigepäck uns bewegten. In Dublin mussten wir allerdings länger diskutieren. Den Flug haben wir im ÖAMTC Reisebüro in Klagenfurt gebucht. Frau Tatzer war sehr bemüht.

Reisezeit:

Wir sind in der 3.Maiwoche geflogen. Wir hatten ideales Wetter. Nur an 2 Tagen Regen und sonnst meist hochsommerliches Schönwetter. Aufgrund der Maul- und Klauenseuche waren die Engländer (Hinweis: die Iren mögen keine Engländer!) und Amerikaner weitgehend ausgeblieben. Die Zimmer konnte man sich aussuchen. Das Meer hatte an die 13 Grad (im Sommer auch nicht viel mehr). Keinesfalls im Sommer fahren. Da fährt man nach Kärnten. Wind: normalerweise aus Südwest. Wir hatten kaum Wind.


Unterkunft und Essen:

Wir haben fast immer in Privatzimmern (Bed & Breakfast) geschlafen. Diese findet man leicht und sind an der Küste zahlreich vorhanden. Probleme hatten wir nur in Dublin. Bed & Breakfast kosten im Mai ca 24 Euro pro Person mit fulminantem Frühstück. Ob die Preise in der Hochsaison höher sind, weiß ich nicht. Bed & Breakfast sind zum Großteil in wunderschönen Privathäusern. Es gibt auch schäbige B&B, die aber offenbar gleich viel kosten. „Vacancies“ heißt: „Zimmer frei“, „No Vacancies“ heißt: „Besetzt“. „Do you have got any vacancies“ bedeutet: „Haben Sie ein freies Zimmer?“. „Rooms en suite“ sind Zimmer mit Bad und WC. Wir haben uns auch für Independent Hostels interessiert. Die wenigen, die wir gesehen haben, machten einen schäbigen Eindruck. Essen ist teuer. Essen im Restaurant kostet 12 bis 25 Euro für den Hauptgang, Vorspeise und Dessert natürlich Extra. Flasche Wein 25 Euro aufwärts. Fish & Chips im Take Away kosten an die 4 Euro. Pizza in der Pizzeria kostet 10 Euro aufwärts. Billiger ist es in den Pubs. Dort kann man schon für 9 oder 10 Euro essen. Achtung: ziemlich konsequenter Küchenschluß um 21 Uhr. In vielen B&B gibt es „Evening Meals“ (Preis: ca 10 Euro für den Hauptgang). Hauptnahrungsmittel ist das Guiness Bier.


1.Tag: Dublin

Der Flughafen ist recht zentral. Bis ins Zentrum sind es etwa 10 km. Wir haben uns von der Touristeninfo am Flughafen ein Bed & Breakfast organisieren lassen. Es war nicht einfach. Ich kann mir vorstellen, dass Dublin, wenn es Veranstaltungen gibt, voll ist. Unser B&B war „The Gables“ Inhaberin H.Gibson, 50 Iona Crescent, Drumcondra, Dublin 9, Tel. 01-8300538. Reservieren kann man dieses Quartier über Dublin Tourism Centre Email: reservations@DublinTourism.ie Das B&B liegt nahe der Hauptstrasse vom Flughafen in die Stadt, ca 3 km vom Zentrum. Man fährt die Hauptstraße Richtung Stadt (Es gibt keinen anderen Weg). Nachdem man nach 7 oder 8 Kilometern einen Kanal (Fluß?) überquert hat, biegt man bei einer Bank in die Hollybank Straße rechts ein. Am Ende der Hollybank Straße ist schon Iona Crescent. Am Abend sind wir dann noch in die Stadt gefahren und haben uns erste Eindrücke geholt. Dublin haben wir uninteressant empfunden, obwohl der Temple-Bezirk (Das dortige Bermuda-Dreieck) recht nett war. Irland ist noch sehr autogerecht gebaut, so wie es bei uns früher auch üblich war. Behübschte Stadtzentren und Fußgängerzonen sind eine Rarität. In Dublin ist die Kriminalität angeblich ein Problem (Achtung auf die Räder!!!). Sonst gilt Irland als das sicherste Land Europas.


2.Tag: Tralee

Wie bereits erwähnt, haben wir die Strecke Dublin – Tralee mit dem Bus zurückgelegt. Buszeiten und Tarife kann man im Internet leicht abfragen (www.buseireann.ie). Der Bus kostet 19 Euro für die einfache Strecke, das Fahrrad 6 Euro extra. Fahrradtransport war kein Problem. Man kann auch mit dem Zug fahren, der allerdings wesentlich teurer ist. Zugzeiten und Preise: www.irishrail.ie Von Tralee haben wir dann unsere Tour gestartet und sind noch an die 30 km auf die Dingle-Halbinsel gefahren. Geschlafen haben wir ganz nett in „The Fuchsia House“ Inhaberin M.Moriarty, in Castlegregory Village. Tel: 066-7139508, Email: fucia@gofree.indigo.ie (ich habs richtig geschrieben). Gegessen haben wir im Pub nebenan. Dort haben wir das erste Mal erlebt, dass man sich im Pub selber bedienen muss. Man geht zur Theke, holt Essen und Getränk und zahlt an der Theke.


3.Tag: Nach Dingle

Auf dem Weg zum O´Connor-Pass haben wir einen empfehlenswerten Abstecher in die Brandon Bay gemacht. In Brandon haben wir in der Hafenkneipe Guinness zu uns genommen. Auf dem Weg nach Brandon gibt es einen Badestrand, wo ich auch erstmals im Atlantik gebadet habe (war angesichts der Wassertemperatur sehr mutig). Der O´Connor-Pass ist für einen österreicherprobten Radler kein Problem. Dass allerdings seinerzeit die Eisenbahn nach Dingle über den O´Connor-Pass führte, wie man im dicken Polyglott-Führer nachlesen kann, stimmt aber auch nicht. Soo leicht ist der O´Connor-Pass nicht. Also 400 Höhenmeter angenehmer Anstieg mit viel Landschaft, oben wundervolles Panorama und bewundernde Blicke der Autotouris, rauschend nach Dingle hinunter. In Dingle haben wir uns für 2 Nächte optimal in Asbe´s Guest Accomodation, Inhaber Robert Ashe, Spa Road (Das ist dort, wo man vom O´Connor-Pass runter kommt) eingemietet. Tel: 066-9151197, Web: www.ashes-bnb.com Am Abend waren wir das einzige mal im Restaurant „The half Door“ und haben zuerst wirklich gut gegessen und dann wirklich deftig gezahlt (65 Euro, obwohl Sigrid nur einen Salat gegessen hat).


4.Tag: Slea Head:

Von Dingle aus sind wir mit wenig Gepäck aufgebrochen, da wir in Dingle ja das Quartier hatten. Die Reiseführer lügen nicht: Slea Head ist wirklich schön. Auf dem Weg dorthin haben wir das Dunbeg Fort besichtigt. Der Eintrittsgeld-Kassier hat uns ganz stolz sein Elektofahrrad gezeigt. Von Dunquin aus sind wir mit dem Schiff nach Blasket Island gefahren. Das Schiff kostet satte 17,5 Euro pro Nase, aber es hat sich gelohnt. Die Insel ist wirklich schön. Weiter mit dem Rad auf die Nordseite. Gallarus Oratory hat uns gefallen. Man kommt übrigens gratis dazu, wenn man die bergwärts führende Straße 100 Meter weiter fährt und dann links den Weg hineingeht. Anschließend Kloster Kilmalkedar. Auch ganz nett. Weil wir keine Wanderkarte hatten, gab es hin und wieder Orientierungsprobleme. Die normalen Straßenkarten taugen wirklich nichts. Am besten ist, wenn man sich bis Kilmalkedar an den „Slea Head Drive“ (braune Schilder) hält. Von Kilmalkedar führt die Straße über den Berg nach Dingle. Einige Male sind die Hinweistafeln nur in gälischer Sprache vorhanden. Man kommt schnell drauf, dass „An Daingean“ die gälische Bezeichnung für Dingle ist.


5.Tag: Von Dingle nach Castlemaine:

50 km Küstenstraße, zwischendurch starker Regen. Von Dingle ostwärts kann man bergseitig auf Nebenstraßen fahren. Bei der Gabelung nicht rechts auf die Hauptstraße, sondern links halten. Beim großen Schweinestall rechts vorbei. Bei Lispole kommt man wieder auf die Hauptstraße. Nach Lispole sind wir hinunter zum Meer und bei Anascaul auf die Straße (R562) gestoßen, die nach Castlemaine führt. Ein sehr lohnender Abstecher, nicht nur, weil man sich die Hauptstraße spart, sondern weil der Weg wirklich schön angelegt ist. Knapp vor Castlemaine soll es eine Fähre geben, die über die Meerenge in die Gegend von Killorglin führt. Wir haben sie aber nicht gefunden und mussten den Umweg über Castlemaine machen. Dort haben wir im einzigen B&B (Castemaine House, Inhaber: M+M Colgan, Tel. 066-9161361 oder (???) 066-4161361 – ich kann die Schrift schlecht lesen) geschlafen. Die 4 Pubs in Castlemaine sind alle verraucht und grausig. Außerdem gibt es nichts zu essen dort. Wir haben uns aus dem Supermarkt was geholt. Besser wäre wohl gewesen, wir wären nach Killorglin weitergefahren. Das B&B war aber o.k.


6.Tag: Durchs Gebirge:

Lt. Straßenschild sind es von Castlemaine nach Killorglin 20 km. In Wirklichkeit sind es aber nur 10 km. Bis Killorglin sind wir also ein Stück des „Ring of Kerry“ gefahren. Ganz hinaus wollten wir nicht, da wir vor zu vielen Autos+Bussen+Amerikanern mehrfach gewarnt wurden. So entschlossen wir uns, die Halbinsel („Penisula“) Iveragh nur zu queren. Die Nachahmung kann empfohlen werden. Eine Traumtour. Von Killorglin sind wir auf einer Nebenstraße zum Lough Caragh („Lough“ heißt „See“) geradelt und haben diesen auf der westlichen Seite umfahren. Obwohl der See nur auf 15 m Seehöhe liegt, waren wir vegetationsmäßig schon im Hochgebirge. Kaum Bäume, wenig grün. Weiter hinunter zur Blackstone Bridge und durch den Zauberwald. Lustige schnelle Kurven und ständiges kurzes Auf und Ab. Einer der schönsten Flecken Irlands. Über Shanacashel weiter zur Touristeninfo. Rast & Guinness&Irish Stew im Pub. Wir sind dann in das River Caragh-Tal ganz hinein gefahren, weil wir dann über das Gap of Dunloe nach Killkarney weiter wollten. Am Ende des Tales war es dann aus. 200 Höhenmeter schieben/tragen, angeblich viel Gatsch – weicher Boden. Nach einigem Hin- und Her haben wir dann umgedreht. Wer es trotzdem probieren will, der soll beim letzten Bauern nicht dem Wanderweg folgen (der schwer zu finden ist), sondern auf die andere Talseite wechseln und von dort führt hinter den Stall (Achtung: ehrgeiziger Hund) der Weg auf den Pass. Auf der anderen Seite gibt es angeblich ein Hostel. Fast am Ende des Caragh-Tales gibt es übrigens mitten in der Botanik ein B&B („The Stepping Stones“). Also wie gesagt: Umdrehen und Planänderung. Der Abstecher ins Caragh-Tal hat sich aber trotzdem ausgezahlt. Wir sind dann beeindrucksvoll am späteren Nachmittag auf das Ballaghbeama Gap hinaufgetreten und von dort ewig lang hinunter nach Süden. Bei der ersten Kreuzung links halten und bei der nächsten wieder links (Achtung auf die Orientierung). Man kommt dort auf die 568, die man ungefähr einen Kilometer Richtung Mall´s Gap fährt. Dort, wo auf der Karte eine Kirche eingezeichnet ist, gibt es ein B&B (keine Adresse aufgeschrieben), wo wir auch geschlafen haben. 75 km an diesem Tag. Wunderschön. Orientierung nur möglich mit Wanderkarte Nr. 78.


7.Tag: Baera

Zuerst gings hinunter zum Meer. Landeinwärts nach Kenmare. Hübsche Stadt. Dort fängt dann auch der Radweg rund um Baera an. Dieser Radweg ist recht gut beschildert und führt überwiegend auf Nebenstraßen. Es gibt eine Spezialkarte, auf der dieser Radweg eingezeichnet ist (Format A3, ca 3Euro, erhältlich in der Buchhandlung in Kenmare ganz oben auf der Stirnseite des Hauptplatzes). Man fährt zuerst nach Kenmare über die Brücke und dann rechts weg Richtung Ring of Baera. Der Radweg geht dann bald links weg und erreicht nach einigen Kilometern wieder die Hauptstraße. Etwa 12 Kilometer von Kenmare kann man 8 Kilometer in das Landesinnere fahren, wo es einen Wasserfall samt Naturpark besichtigen kann. Wir sind fast ganz hineingefahren und haben den ersten Steinkreis besichtigt. Lohnenswerter Abstecher. Den Wasserfall haben wir uns nur aus der Ferne gegeben. Weiter auf dem Ring of Baera. Bei Tuosist verlässt der Radweg wieder die Hauptstraße und geht hinunter zum Meer. Schöne Wälder. Geschlafen haben wir in Bunaw in der Hafenkneipe (Tel. 064-83104). Empfehlenswert. Die Wirtin heißt Helen. Einer der Fischer stammt aus Bayern, wie sich herausstellte („Hoscht an Durscht, trinkst a Holbe“)


8.Tag: Nach Castletownbear

Landschaftlich eine der schönsten Etappen. Nach dem Frühstück sind wir 8 km nach Lauragh (ist eigentlich kein Ort, sondern nur eine Ansammlung von Häusern) geradelt, wo wir den Dereen-Garden mit dem Rad abgefahren sind. Eintritt ca 4 Euro. Wirklich schön. Bambus, blühende Büsche, beeindruckende Bäume. Man kann aus Dereen Garden auch hinten hinaus, wenn man sich westwärts hält. In Ardgroom ist zu entscheiden: Entweder auf der Hauptstraße geradeaus Richtung Eyeries oder ein enormer Umweg dem Meer entlang. Wir haben den Umweg gewählt und die Entscheidung nicht bereut. Es waren viele Steigungen zu bewältigen. Schnelle Abfahrten. Vor allem bei Reen Point hat es mir besonders gut gefallen. Anstiege, stufenförmige Abfahrten mit kurzen Gegenanstiegen, dazu Kurven. Wie auf einer Achterbahn. Dazu wunderschöne Optik und Blick aufs Meer. Über Eyeries und einem Pass sind wir dann bald in Castletownbear gewesen. Castletownbear hat enttäuscht. Das einzige brauchbare Quartier, das wir gefunden haben, war das B&B Island View, Narrow Road, Tel 027-70415, E-Mail islandview@iolfree.ie Web: www.bearainfo/websites/islandview/main.html . War aber schön dort. Erst bei der Rückreise haben wir gesehen, dass am östlichen Ortsrand von Castletownbear noch mehrere B&B zu finden gewesen wären. In Castletownbear hatten wir Probleme am Rad zu beheben. Die einzige Werkstätte ist offenbar im Keller des Super Valu Kaufhauses (nach Dennis fragen). Dort hatte ich auch das Erlebnis, dass man um ein Haar die Kurbel ruiniert hätte (siehe oben)


9.Tag: Windy Point

„Windy Point“ heißt das B&B am Dursey Sound, der äußersten Spitze von Baera, wo auch die Cable Car (Seilbahn) nach Dursey Island hinübergeht. Weil wir gelesen haben, dass es dort eng hergeht, haben wir schon ausnahmsweise vorbestellt („Windy Point House“, Inhaber Familie Sheehan, Tel 027-73017). Zimmerreservierung unbedingt empfohlen. Meeresblick haben die Zimmer mit den Nummern 1, 2 und 3. Eveningmeals, wenn man bis 17 Uhr bestellt. „Windy Point“ ist einer der schönsten Plätze auf Gottes Erde. Vor allem der Ausblick auf das Meer und die Dursey-Insel ist wunderschön. Traumhafter Sonnenuntergang (wenns nicht regnet). Auch die Fahrt zum „Windy Point“ war spannend. Zuerst von Castletownbear zurück Richtung Eyeries. Weiter auf der R575. Beeindruckend die Gegend vor Allihies. Sandstrand. Baden im Atlantik. Hinaus auf den Bealgarnish Gap und von dort 8 Kilometer ausrollen bis Windy Point.


10.Tag: Dursey Island

Auf Dursey Island führt eine abenteuerliche Seilbahn, die in großer Höhe den Dursey Sound überspannt. Die einzige Seilbahn auf Irland. Wenn im Reiseführer steht: „Eine Fähre, die eher an eine Seilbahn erinnert“ so ist das wohl darauf zurückzuführen, dass der Autor noch nie dort war. Vorher unbedingt Lebensversicherungen abschließen. In Österreich würde so eine Seilbahn, die angsterregend klapprig und rostig ausschaut, nie eine Bewilligung erhalten. Mit der Seilbahn werden auch Kühe transportiert. So sieht die Kabine auch aus. Wir haben unseren Aufenthalt in „Windy Point“ auf 3 Tage verlängert und sind mit der Seilbahn nach Dursey Island übergesetzt. Wir haben zu fuß die ganze Insel abgeklappert. Waren ganz unten beim tosenden Meer und ganz oben beim Signalturm. Achtung: Trinkflasche mitnehmen!!


11.Tag: Baden in der Garinish Bay

Wir haben einen Tag Pause eingelegt und haben am schönen Strand von Garinish gebadet.


12.Tag: Strasse nach Bantry

So langsam müssen wir wieder ans heimfahren denken. Von Windy Point fuhren wir über Castletownbear Richtung Glengarriff. Vor Castletownbear besichtigten wir das Castle Dunboy (Schön). Die Strecke ab Castletownbear ist eher fad. Wir sind übrigens bis Glengarriff immer auf der Hauptstraße gefahren und haben die Radweg-Pfeile nicht berücksichtigt. Ab Castletownbear geht übrigens auch ein Bus Richtung Bantry, aber nicht jeden Tag. Der Bus fährt so gegen 13.30 Uhr. Vor Glengarriff ein stärkerer Anstieg auf schnellstraßenähnlicher Straße mit wenig Verkehr. Glengarriff: ganz nett. Wir waren aber nicht auf der Insel. Nach Glengarriff über den Hügel hinauf. Oben dann links in den Radweg hinein, der bei Snave wieder in die Hauptstraße mündet. Bei Ballylickey Riviera Feeling. Bantry: An der Stadteinfahrt mehrere schöne B&B, in der Stadt selber nur ein paar schummrige Löcher. Zurück wollten wir nicht mehr und sind 5 km außerhalb Richtung Sheep´s Head in einem düsteren Farmhouse (Dromloc House, Inhaberin D.Crowley, Dromloc, Bantry, Tel 02750030, Email: dromloc@indigo.ie Web: www.cork-guide.ie/bantry/dromlochouse/welcome.html) bei einer „Missis Doughtfire“ (sie schaut wirklich so aus) geschlafen. Wir hätten noch 5 km weiter fahren sollen. Dort wäre ein schöneres B&B gekommen.


13.Tag: Sheep´s Head

Die Insel, wo es immer bergab geht (wenn man erst einmal oben ist). Über Sheep´s Head gibt es nicht viel zu erzählen. Nordseitig hinaus und südseitig herein. An der Nordseite sind nach Bantry in Abständen von 5 km drei B&B und dann ist aus. Eine schöne Straße, gut markiert mit Tafeln „Sheeps Head Cycling Route“. Die Strasse wird immer wilder und fast schottrig. Interssanterweise geht es fast immer bergab. Dann geht’s über den Bergrücken und noch wenige Kilometer steil in Wellen bergauf und man ist am Ende der Welt, wo es einen Cafe-Kiosk gibt, wo einem freundlich lächelnd für Tee und Kuchen viel Geld abgenommen wird. Und dann geht es bergab. Immer wieder. Über Caher (dort gibt es ein B&B), Kilcrohane und Ahakista (Pub mit Biergarten) kommt man nach Durrus, wo wir geschlafen haben (BB Rita McCarthy, Old Dispensery House, Durrus Tel.: 027-61014, mittlere Güte – die alte Dame war sehr bemüht, aber sieht halt schon schlecht)


14.Tag: Nach Cashel

In der Früh mit dem Rad nach Bantry (es gibt eine markierte Radverbindung). Zuerst wollten wir von Bantry mit dem Bus nach Cork und dann am nächsten Tag mit dem Bus nach Dublin. Deshalb lösten wir in Bantry nur eine Karte nach Kork samt Fahrradmitnahme. In Cork hat es uns aber auf dem ersten Eindruck nicht gefallen und außerdem hätten wir am nächsten Tag schon sehr früh aufstehen müssen, damit wir in Dublin das Flugzeug erreichen. Daher entschlossen wir uns, mit dem Bus ein Stück Richtung Dublin weiterzufahren. Eine teure Idee. Kurzstracken sind im Verhältnis wesentlich teurer als Langstracken. Außerdem hätten wir für die Räder nochmals zahlen müssen, obwohl wir in Bantry schon gezahlt hatten. Nach Diskussionen gingen die Räder wenigstens gratis. In Cashel (es ist wirklich nett) haben wir erst nach einiger Suche ein B&B gefunden. Reservierung empfohlen (Ladyswell House, Inhaber Familie Leahy, Tel.: 062-62985, Mobil: 087 9191050, E-Mail: ladyswellhouse@eircom.net Web: www.tipp.ie/ladyswella.htm). Cashel ist eine Touristenstadt. Trotzdem nett.


15.Tag: Dublin

Mit dem Bus nach Dublin. Kurze Stadtrundfahrt. Shopping. Flughafen. Dublin – Frankfurt – Graz mit der Lufthansa. Ankunft in Graz: 22.30. Müde und zufrieden.


Epilog:

Wir freuen uns, wenn die eine oder andere Information für Euch brauchbar ist. Von Honorarüberweisungen (Danke, Danke) bitten wir Abstand zu nehmen. Es würde uns aber freuen, wenn Ihr als Gegenleistung für die Infor-mationen uns einen Besuch auf der Homepage www.bausparen.org abstattet. Dort steht, wie man für den Abschluss eines Bausparvertrages in Österreich im Internet eine wertvolle Startprämie bekommt.


Peter Gauglhofer & Sigrid Bernhard
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