Mesothelioma Einreiher Frauenmode Schnelllesen Messebau Adwords Sökmotoroptimierung VjV Sondertransport Overton Testgeräte Sterilraum Prioritypass Kälteeinbruch Mitarbeiterbefragungen Tieflader Gbl Zeitspirale Marksandspencer

Kreta – Mountainbike – Tour

Sigrid & Peter
5.-19.Mai 2000


Die Tour

Sigrid und ich waren mit dem Mountainbike 2 Wochen in Griechenland unterwegs. Berge, Hochebenen, Täler und viel Meer. Die Route führte von Heraklion auf die Lasithi-Hochebene, von dort über das Dikti-Gebirge nach Süden an das Meer nach Tsoutsouros. Von dort über das Asterousia-Gebirge nach Lendas. Von Lendas nach Norden ins Idi-Gebirge. Zurück nach Südwesten ans Meer (Agia Galini). Von dort entlang der Südküste über Preveli, Plakias, Frangokastelle, Horas Sfakion nach Loutro. Am letzten Tag von dort mit dem Bus nach Heraklion. Die Tour war optimal gewählt und getimt (ich würde es wieder so machen). Bis ins Idi-Gebirge folgten wir im wesentlichen der Tour, wie sie von den Profis von Hellas-Bike gefahren wird, haben uns aber mehr Zeit gelassen (und durch die eigene Organisation viel Geld gespart).


Die Straßen:

Die Route war überwiegend auf Asphalt, teilweise aber auch auf Güterwegen. Die Güterwege sind teils sehr schlecht und mit dem Tourenrad kaum zu fahren. Insgesamt war unsere Fahrleistung nicht sehr hoch (450 km, ca. 6000 Höhenmeter). Der Verkehr war kein Problem. Auf der New Road im Norden (was als Autobahn eingezeichnet ist), fährt man sowieso nicht. Die Old Road im Norden ist zwar nicht zu empfehlen, aber doch befahrbar. Auch die angeblich schlechten Autofahrer erwiesen sich als rücksichtsvoll und freundlich, sofern man sich an das ständige Gehupe (offenbar eine Art Gruß) von hinten gewöhnt. Im Süden sind auch die größeren Hauptstraßen kaum befahren.


Landkarten:

Ich hab’s nicht geglaubt, aber Karten sind ein Problem – zumindest für Mountainbiker. Man verfährt sich garantiert. Wegweiser sind eine Rarität, Bergziegen kennen sich nicht so aus und Hirten sind sehr freundlich, sprechen aber nicht englisch. Tourenradler dürften mit den vorhandenen Karten gut zurecht kommen. Für diese (und auch als Übersicht) empfehle ich „Crete Kreta, Maßstab 1:200.000, Verlag Berndtson & Berndtson, ISBN 3-928855-26-3. Diese Karte lässt Höhenunterschiede erahnen und hat außerdem den Vorteil, dass sie in Folie eingeschweißt ist und unsere Reise unbeschädigt überstanden hat (Preis: unter 10 Euro). Für Mountainbiker empfehle ich die Karten von „Giorgis N.Petrakis Edition“, 13 Vironos Str. 71202 – Heraklion (Vertrieb: V Kouvidis – V. Manouras O.E. – 6 Dedalou Str. 712 02 Heraklion Telefon 220135, Fax 246451). Ob diese Karte (Maßstab 1:100.000 – 4 Teile, ca 7 Euro pro Blatt) in Österreich erhältlich ist, weiß ich nicht. Sie heißt „Trekking & Road Map Crete, waking & driving on the iland of contrast“. Diese Karte hat ein gutes Höhenprofil und viele Fehler aus anderen Karten hat diese Karte nicht. Leider habe ich sie erst gegen Ende unserer Reise entdeckt, sodass ich sie in der Praxis nicht ausprobieren konnte. Wir sind mit der Wanderkarte von Freytag und Berndt gefahren. Leider hält diese Karte bei weitem nicht die Versprechen, die sie gibt. Wege, die eingezeichnet sind, gibt es nicht (z.B. obere Rouvas-Schlucht, nördlich von Zaros). Andere Wege hingegen sind nicht eingezeichnet. Die Berge, an die man sich anhalten könnte, sind teils reine Erfindung. Trotzdem empfehle ich diese Karte, wenn es nicht gelingt, die oben erwähnte Karte von Petrakis aufzutreiben. Die viel gepriesene Karte von Harms habe ich gesehen. Sie enthält alle Fehler der Freytag & Berndt Karte (letztere hat offenbar die Karte von Harms zur Grundlage) und ist außerdem veraltet. Hände weg!!


Sprache:

Man kommt wirklich gut mit Englisch und vielfach auch mit deutsch durch. Die griechische Schrift ist kein Problem, weil das meiste zweischriftig angeschrieben ist.


Flugzeug und Fahrrad:

Wir haben das Fahrrad in Schachteln verpackt. Das ist leichter, wie man es sich vorstellt. Schachteln bekommt man im nächsten Fahrradgeschäft. Lenker runter, Pedale runter (das muss man sich zeigen lassen), Vorderrad und – wenn nötig – Hinterrad runter. Beide Schnellspanner raus. Wir haben das Rad nur so in die Schachtel gekriegt, indem wir das Vorderrad dort hinein geschoben haben, wo normalerweise das Hinterrad ist. Das Vorderrad, das keine Kassette hat, lässt sich hinten weiter hineinschieben als das Hinterrad. Sattel runter. Bissi polstern. Gut zukleben (braunes Klebeband). Adresse draufschreiben. Klebeband und Pedalschlüssel mitnehmen nicht vergessen. Ein netter Fahrradhändler, z.B. Hans Riedl von der Fa. Mountainbiker in Klagenfurt ist gerne behilflich und borgt auch einen Pedalschlüssel. Ich habe 2 Tage vor der Rückreise sicherheitshalber probiert, ob die Pedale sich lösen lassen. Achtung: alle Teile in die Schachtel einpacken, auch den Sattel (wir haben in Heraklion einen Sattel samt Stütze zu wenig gehabt) Flughafen Heraklion. Man geht bei der Türe hinaus und ca. 200 m nach links. Beim Inlands-Abflug vorbei bis das Gebäude aufhört. Dort sind zwei Schranken mit einem Häuschen in der Mitte. In diesem Häuschen sitzt ein Polizist. Unserer konnte und wollte mit uns nicht reden. Man muss Geduld haben. Irgendwann kommt ein Wagerl und die Fahrräder werden an den Straßenrand gelegt. Beim Rückflug geht es gleich. Man legt die Schachteln hinter dem Schranken an der schon bekannten Stelle (mit Gepäckpickerl) hin und hofft, dass sie von dort auch geholt werden. Meistens funktioniert es. Wenn der Polizist gesprächig ist, zeigt er einen geschützten Platz, wo man die Schachteln deponieren kann. Wir haben unsere Schachteln ganz hinten hinter einem Betonwürfel (Trafohäuschen??) übe5 den Zaun geworfen und gehofft, dass sie nach 14 Tagen noch da sind. Sie waren noch da. Beim Rückflug kann man riskieren, das Fahrrad unverpackt aufzugeben. Wenn was kaputt geht, ist es nicht so schlimm. Pedale runter und Lenker quer.


Anfahrt:

Wir sind ab Salzburg geflogen. Das Auto kann man in der Nähe des Flughafens abstellen und spart sich die Parkgebühr. Wir sind mit IST Billa geflogen und haben im Mai 2000 für den Flug S 3.050,- (230 Euro) inklusive Gebühren bezahlt. Der Fahrradtransport hat S 350,- (26 Euro) für beide Richtungen gekostet. Flug, Fluglinie und Flugzeug problemlos. Dass die Stewardess beim Rückflug nicht gewusst hat, was „Retsina“ sei, hat überrascht.


Reisezeit:

Wir sind in der 2.Maiwoche geflogen. In der ersten Maiwoche soll es noch kalt und ungemütlich sein. Ich empfehle als Reisezeit 2.Maiwoche bis maximal 3.Juniwoche und dann wieder ab Mitte September. Wir hatten erträgliche Temperaturen und die Zimmer konnte man sich aussuchen. Das Meer hatte an die 20 Grad. Keinesfalls im Sommer fahren. Da fährt man nach Kärnten. Wind: prinzipiell aus der Gegenrichtung. Mal von Norden, mal von Osten, mal von Westen.


Unterkunft und Essen:

Wir haben fast immer in Privatzimmern geschlafen. Diese findet man leicht („Rooms to let“) und sind an der Küste zahlreich vorhanden. Ich würde mich auch mit einer größeren Gruppe trauen, ohne Vorbestellung unsere Runde zu fahren (außer Heraklion). Privatzimmer kosten im Mai 5000 bis 8000 Drachmen (200 bis 320 Schilling = 15 bis 24 Euro) pro Zimmer (egal ob 1 oder 2 Personen dort schlafen), ohne Frühstück. Im Mai kann sich die schönsten Zimmer aussuchen. Es gibt auch 3-Bett-Zimmer. Essen kostet ca 2500 Drachmen (S 100,- = 7,50 Euro) pro Person (mehrgängig mit Getränken). Dem Raki auf Haus kommt man schwer aus. Wirklich gut gegessen haben wir allerdings nirgends.


Geld:

Umwechseln Schilling – Drachmen ist in den Touristenorten überall möglich, ebenso das Einlösen von Euroschecks. Bankomaten (international) haben wir nur in Heraklion, Mires und Vrises gesehen.


1.Tag: Heraklion

Beim Auspacken der Räder mussten wir feststellen, dass für Sigrids Rad Sattelstütze und Sattel nicht eingepackt waren. Vergessen. So mussten wir entgegen unseren ursprünglichen Plänen nach Heraklion fahren. Der Flughafen ist recht zentral. Bis ins Zentrum sind es etwa 6 km. Ein Radgeschäft ist in der Straße vom Flughafen ins Zentrum nach ca.3 km links. Ein besseres findet man, wenn in der Straße vom Flughafen ins Zentrum beim McDonalds links abbiegt, die Straße hinauf und dann nach ca 400 m links. Zwei Fahrradgeschäfte sind im Zentrum in der Smirnis-Straße (parallel zur Evans-Straße). Geschlafen haben wir relativ teuer (18.000,- Drachmen = S 720,- = 52 Euro in einem Mittelklassehotel im Zentrum (Hotel Mediterrane). In der Straße zu Flughafen haben wir mehrere Hotels und Pensionen gesehen, die billiger sein dürften (z.B.Hotel Evans)


2.Tag: Auf die Lassithi-Hochebene

Von Heraklion sind wir die Old Road nach Osten ca 30 km nach Kato Gournes gerollt (erträglicher Verkehr, haufenweise Unterkunftsmöglichkeiten), von dort nach Süden in die Berge (Gouves, Koxari, Kalo Chorio), von dort 300 Höhenmeter hinunter, unten links, dann rechtes und weiter Richtung Lassithi-Ebene. Durch Potamies durch nach Avdou (einzige Unterkunftsmöglichkeit zwischen der Küste und der Lassithi-Ebene. Ab Avdou wird es steil. Den kleinen Umweg über Kras haben wir nicht bereut (mehrere einladende Tavernen, Brunnen). Rast in einer schönen Taverne in Kera. Über den Ambelos-Paß auf die Lassithi-Ebene. Geschlafen haben wir im Hotel Maria in Agios Georgios (Die Rezeption befindet sich im Hotel Rea), nachdem in Tsermiado im einzigen Hotel kein Zimmer frei war. Angeblich gibt es in der Gegend um Plati und Psichro mehr Quartiere, sodass es wohl besser ist, wenn man sich rechts haltet, wenn man vom Ambelos-Paß auf die Lassithi-Ebene herunterkommt.


3.Tag: Über das Dikti-Gebirge

Nach Besichtigung der Dikteo Andro (sehenswerte Tropfsteinhöhle, in der angeblich Zeus geboren wurde) sind wir über die Berge nach Süden. Der Weg ist nicht schwer zu finden, wenn man ihn weiß. Von Kaminaki aus (und nicht von Magoulas aus – wie in den Karten eingezeichnet) geht eine schöne Asphaltstraße hinauf auf ca. 1100 m Seehöhe. Oben angekommen nicht die verlockende Asphaltstraße hinunter (diese führt angeblich nach Xeniakos, wobei zwischendurch schwere Downhills sein sollen) sondern die linke Straße (im Mai 2000 war sie noch nicht asphaltiert) ca. 100 Höhenmeter weiter hinauf auf die Anhöhe und dann erst hinunter. Bei der Alm mit der Kirche links (!!) halten, durch den Graben hinaus, 1 x ganz kurz hinauf und weiter bis Katofini. Der Weg nach Katofini ist teilweise sehr schlecht und für Tourenräder nicht geeignet. Von Katofini sind wir über Xeniakos, Embargos, Thomadiano, Martha, Skinia und Demati nach Kato Kstelliana gerollt. Von dort etwa 300 Höhenmeter hinauf und weit hinunter nach Tsotsouros am Meer (angeblich kann man von Demati aus durch einen Graben ans Meer fahren, wodurch man sich Anstiege erspart – jedenfalls fährt HellasBike so). In haben wir bei Appartment Venetia gut geschlafen Achtung: zwischen Lassithi-Ebene und Tsotsouros kein Quartier, Ausweichquartier angeblich in Pirgos


4.Tag: Baden in Tsotsouros:

Vom westlichen Ortsrand von Tsotsouros (übrigens ein hässlicher Ort) aus sind wir entlang einer Wasserleitung ca. 30 Minuten in den nächsten Ort gegangen. Dort ist ein wirklich schöner Badestrand.


5.Tag: Durch das Asterousia-Gebirge nach Lendas:

Um 7.30 Uhr (und doch zu spät) sind wir von Tsotsouros aus ins Asterousia-Gebirge gestartet. Anstieg nach Achendrias (auf halber Höhe bei der Weggabelung links!). 800 Höhenmeter, wirklich schön. Weiter über Ethia und Richtung. Paranimfi . (Zwischen Mournia und Paranimfi war auf unserer Karte der Kreuzungsbereich falsch eingezeichnet. Zuerst kommt die Kreuzung, wo es geradeaus nach Tris Ekklesies geht und rechts nach Paranimfi / Pirgos. 2 km später kommt die Kreuzung, wo es links nach Paranimfi geht und geradeaus nach Pirgos.). Nachdem wir getrödelt haben, war es schon gegen Mittag, als wir in Paranimfi eingetrudelt sind. 700 Höhenmeter auf den Kofinas vor Augen beschlossen wir einen einheimischen Toyota-PickUp-Fahrer zwischen die Arme zu nehmen und uns auf den Berg hinaufführen zu lassen. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellte. Die Straße auf den Kofinas ist teils sehr schlecht und führt landschaftlich eher reizlos endlos weit den Berg hinauf. Das Dorf Platanias, das auf den Karten eingezeichnet ist, besteht nur aus einem Ziegenstall und ein paar Ruinen. Ohne Toyota-Taxi hätten wir uns fast sicher verfahren. Vom Berg hinunter führen 100 Wege ins Tal. Der Toyotist hat uns den richtigen gezeigt. In Kapetaniana (wo es übrigens Taverne und Zimmer im Unterort gibt – angeblich von einem Österreicher namens Schuschnig geführt) haben wir uns auf dem Weg nach Koumasa ordentlich verfahren. Allerdings war der Umweg landschaftlich sehr schön. Wir sind zu früh von der Hauptstraße nach links abgebogen (nämlich gleich am Ortsende bei einem Sender – oder so ähnlich – vorbei). Dann weit nach Süden hinunter – eher rechts halten. Ca 300 m über dem Meer bei einem Kirchlein scharf nach rechts, wieder ein steiles Stück hinauf und über Berg + Tal nach Koumasa. Die richtige Straße wäre wohl wenig später nach links gegangen – vielleicht sogar beschildert. Ob wir den richtigen Weg von Koumasa nach Krotos gefunden haben, weiß ich nicht. Wir sind jedenfalls am Ortsbeginn bei einem dicken Baum Vorbei Richtung Südwest gefahren. Nach ca. 3 km, jedenfalls bevor es in gen Graben hinabgeht, sind wir (noch vor dem Weinberg) rechts ein Stück hinaufgefahren. Der Weg macht dann eine Rechtskurve und nach einiger Zeit kommen Häuser (vermutlich Vasiliki). Wären wir vor dem Weinberg geradeaus in den Graben gefahren, wären wir vermutlich in die Tripiti-Bucht gekommen (Es ist das vermutlich der Weg von Hellas-Bike – von der Tripiti-Schlucht geht der Weg lt. Karte wieder fast nach Krotos hinauf und dann nach Lendas wieder hinunter – Vielleicht gibt es eine Alternative mit weniger Anstiegen). Von Vasiliki (?) aus sind wir eine breitere Straße (im Mai 2000 noch ohne Asphalt) nach Krotos endlos hinaufgefahren (den Ort, der mit L anfängt, haben wir nicht gefunden). Von Krotos waren es noch 11 wunderbare Asphaltkilometer nach Lendas. Geschlafen haben wir in einem wirklich schönen Privatquartier im östlichen Ortsteil(Rooms for Germanski – Tel 081 / 95245 – allerdings nur 2 Zimmer a 2 Betten)


6.Tag und 7.Tag: Lendas:

Badetage. Baden kann man wirklich schön in der Drachenbucht, ca. 3 km östlich. Bei 2 Buchten mit Tavernen vorbei, den Steilen Anstieg hinauf, oben beim Steinbau das Rad am Zaun festbinden und steil in die Drachenschlucht hinuntersteigen, die in die Drachenbucht mündet. Am nächsten Tag haben wir nicht mehr so schön westlich von West - Lendas gebadet.


8.Tag: Lendas – Zaros

Zeitig in der Früh (6.30 Uhr) sind wir in Lendas aufgebrochen und sind 450 Höhenmeter nach Krotos hochgehaxelt, dann wieder weit hinunter in die Mesara-Ebene über Mamou, Apesolari, Plora, Platanos, Kappariana (zwischen Platanos und Kappariana auch für Tourenräder gut befahrbarer Schotterweg) nach Mires, der dortiges Prvinzhauptstadt. Mires ist dreckig und laut und einzig wegen der dort sich befindlichen Bankomaten (auch für österreichische Bankomatkarten) interessant. Außer in Mires haben wir nur am Ende der Reise in Vrises (zwischen Chania und Rethimno) einen Bankomaten gesehen. Von Mires sind wir wieder ein Stück in die Berge und zwar über Roufas und Moroni nach Zaros (über Galia und Laloumas soll es nicht empfehlenswert sein). In Zaros haben wir gut und preiswert in einem Privatzimmer geschlafen (empfehlenswert – am Ortseingang rechts - dort wo die vielen kleinen Fahnen am Dach sind – der Vermieter soll auch gut kochen). In Zaros gibt es auch das Hotel Idi, das von außen einen sehr soliden Eindruck macht und eine deutsche Wirtin hat. Am Abend sind wir leider auf den Touristennepp hereingefallen und haben Forellen gegessen (wir hätten besser bei unserem Zimmerwirten Stifado essen sollen)


9.Tag: In die Berge zum Nida-Plateau

Um 5:45 sind wir ohne Gepäck aufgebrochen. Von Zaros 200 Höhenmeter nach Gergeri. Am Ortsende geht dann eine Asphaltstraße (teils 4-spurig!!) links in die Berge hoch. Oben weiter wird die Asphaltstraße schmäler und irgendwann einmal hört der Asphalt überhaupt auf. Oben am Pass (etwa auf 1200 m Seehöhe) nach der ersten Alm gabelt sich die Straße in einen rechten, mittleren und linken Ast. Der mittlere Weg führt in die Rovas-Schlucht hinunter. Wir haben uns rechts gehalten und sind Richtung Skinakas (das ist der Berg weit weg, den man bald nach der beschriebenen Gabelung sieht, mit dem Observatorium drauf) gefahren. Über einen teils sehr schlechten Weg, mehr Steigungen als Gefälle fährt man wunderschön über einige Almen zur Asphaltstraße, die Abzweigend von der Ausflugstraße Heraklion - Nida-Plateau auf den 1770 m hohen Skinaks führt. Diese Asphaltstraße links hinunter auf die Hauptstraße und diese links und man kommt auf das erwähnte Nida-Plateau, eine Hochebene mit vielen Schafen, einer Schutzhütte, wo man auch schlafen kann (diese Hütte wäre ein Fressen für die österreichische Baupolizei – die Mängelliste würde das Internet sprengen) und der nicht sonderlich beeindruckenden Ideo-Höhle (eine weitere Geburtsstätte von Zeus). Am Nachmittag sind wir den gleichen Weg zurück und haben in Gergeri in einer Souflaki-Braterei den Tag besprochen (Gergeri ist ein außerordentlich schöner Ort – das Hotel war aber zu und andere Quartiere haben wir nicht gesehen). Es wäre vielleicht besser gewesen, auf den Skinakas ganz hinaufzufahren und das Nida-Plateau auszulassen (wäre schöner gewesen, wir hätten aber keine Lammkotletts gekriegt). Warnung: wir haben uns genau (auch im Tal) erkundigt. Es gibt keinen fahrbaren Weg vom Nida-Plateau nach oder Vorizia nach Kamares.


10.Tag: Wieder ans Meer (Agia Galini)

Am späten Vormittag sind wir wieder los. Über Vorizia nach Kamares (Kaffeepause). Nach Kamares geht es noch ein Stück bergauf und dann bis Agia Galini nur noch bergab. Lochria, Ardaktos und Vathiako sind nette Bergdörfer (in Ardaktos oder Vathiako haben wir „rooms to let“ gesehen) In Agia Galini haben wir am Hafen in der zweiten Reihe etwas abenteuerlich aber mit Traumblick und billig im Hotel Akteon geschlafen. Agia Galini ist ein größerer Touristenort, recht malerisch am Meer gelegen, mit kompletter Infrastruktur (Autoverleih, Restaurants, Diskos etc...). Die Häuser sind teilweise in den Steilhang gebaut und ineinander verschachtelt. Eine griechische Mischung aus Caorle und Bad Gastein.


11.Tag: Seenot

Wir haben beschlossen, eine Etappe nach Preveli mit dem Schiff zurückzulegen. Von den beiden Badebooten nach Preveli wählten wir das größere. Ein Fehler, wie sich herausstellte. Dieses fuhr nämlich nicht direkt nach Preveli, sondern fuhr auf der Fahrt nach Preveli ewig lang um die Insel Nisi Paximadia und dann noch weiter hinaus ins offene Meer, angeblich um Delphine zu suchen. Dort – weit am offenen Meer – gab das Ruder den Geist auf. Wir warteten mehrere Ouzo auf das kleinere Badeboot, das uns samt den Fahrrädern aus der Seenot rettete und nach Preveli brachte. Das nächste mal würden wir darauf achten, dass das Badeboot direkt nach Preveli fährt. Preveli – ein Strand und kein Ort - muss man gesehen haben. Man kann ein gutes Stück den Fluss hineingehen, der beim Preveli-Strand ins Meer fließt. Dort gibt es massenweise Palmen, unter denen im Sommer offenbar die Touristen schlafen. Auch Hans aus Berlin hat dort seine Hängematte aufgeschlagen. Wenn ihr ihn trefft (an der kleinen Taverne im Westen der Bucht), grüßt ihn von Peter & Sigrid. Er freut sich auch über ein Gläschen Retsina (oder auch 2). Über den Hügel drüber sind 2 Tavernen, die auch beide Zimmer vermieten. Weil’s in Preveli so schön war, sind wir entgegen unseren ursprünglichen Absichten nicht weitergefahren, sondern haben in der größeren der beiden Tavernen geschlafen. Es gab zwar allerlei Getier in der Nacht, aber die Lage ist top (Taverna Amoudi, Preveli, Tel. 0937 599718)


12.Tag: Frangokastello

In der Früh sind wir von Preveli Richtung Plakias aufgebrochen. Zuerst auf den Berg hinauf und dann wieder hinab (so ist es dann bis Hora Sfakion weitergegangen, auch wenn die Karte anderes verspricht). An der venezianischen Brücke lebende Weidezauntore (halbverhungerte Hunde – sie freuen sich über ein Stück Brot oder egal was). Hinunter nach Plakias (das hiesige Lignano). Der Souda-Beach Strand war vor 20 Jahren einsam und wunderschön (wenn man den Reiseführern glaubt). Einsam ist er heute nicht mehr. 300 Höhenmeter hinauf nach Sellia (schöne Tavernen) und noch einmal 100 Höhenmeter hinauf auf den Pass. Die Küstenstraße weiter (Auf und Ab) nach Frangokastello. Frangokastello schaut auf den Bildern imposanter aus als es ist. Die Pension daneben, wo wir gegessen und geschlafen haben, war OK und ist zu empfehlen (Taverna Artemis, Frangokastello, Tel. 0825 92096)


13.Tag: Hora Sfakion – Loutro

Über ein paar Hügel sind wir noch 14 km nach Hora Sfakion geradelt und dann weiter mit dem Schiff nach Loutro. Loutro ist auch mit dem Mountainbike per Rad nicht zu erreichen. Das Schiff (Richtung Agia Roumeli) fährt etwa alle 2 Stunden. Loutro besteht aus etwa 30 weißgestrichenen Häusern, die ganz malerisch um eine Kiesbucht herum gelegen sind. Praktisch in jedem Haus werden Zimmer vermietet. Wir haben das schönste Zimmer genommen.


14.Tag: Baden in der Marmara-Bucht

Von Loutro aus geht man eine gute Stunde zur Marmara-Bucht. Die Steinbucht (die nicht leicht zu finden ist – sie ist 50 m östlich des Kiesstrandes mit der Taverne rechts oben) ist ein Traum für alle, die Steilküste lieben.


15.Tag: Abschied

Mit dem Schiff nach Hora Sfakion und weiter mit dem Bus am Rand der weißen Werge (Lefka Ori) nach Vrises. Dort umsteigen und mit dem Bus weiter nach Heraklion (aufpassen, dass man deinen Bus nimmt, der „New Road“ fährt, sonst ist man ewig unterwegs. Das mit dem Bus ab Hora Sfakion wäre beinahe in die Hose gegangen. Der Bus nimmt nämlich nur Fahrräder mit, wenn er im Laderaum noch Platz hat. Unserer hatte gerade noch Platz (am Tag vorher wäre im 11-Uhr Bus kein Platz gewesen). Man darf sich scheinbar nicht darauf verlassen (auch wenn einem vom Fahrkartenverkäufer Gegenteiliges versprochen wird – wie es bei und der Fall war), dass man mit dem Bus mitkommt. Die Alternative ist der nächste Bus (es gehen aber nur 2 Busse täglich) oder das Taxi (dieses kostet in die Gegenrichtung – also von Heraklion nach Hora Sfakion – lt. Auskunft der Flughafentaxler – 28.000,- Drachmen = 1.120,- Schilling = 80,- Euro). Das Flugzeug von Heraklion nach Salzburg flog 30 Minuten vor der vorgesehenen Zeit ab. Auch das gibt es.


Epilog

Wir freuen uns, wenn die eine oder andere Information für Euch brauchbar ist. Von Honorarüberweisungen (Danke, danke) bitten wir Abstand zu nehmen. Es würde uns aber freuen, wenn Ihr als Gegenleistung für die Informationen uns einen Besuch auf der Homepage www.bausparen.org abstattet. Dort steht, wie man für den Abschluss eines Bausparvertrages in Österreich im Internet eine wertvolle Werbeprämie bekommt.


Peter Gauglhofer & Sigrid Bernhard
Download des Artikels als PDF-File (28k)

<<--Zurück zu HOME
Die Domain
www.bikearena.at
ist verkäuflich!